25.11. - Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Seit Anfang der 80er Jahre wird der 25. November international als Aktions- und Gedenktag zur Bekämpfung von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen begangen. Der Runde Tisch Berlin - Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt (RTB) beteiligt sich 2021 erstmals am Aktionstag - er möchte Mitarbeitende im Gesundheitswesen bestärken aktiv mit dem Thema umzugehen und Betroffenen gezielte Hilfe anzubieten. Weitere Informationen zum RTB: https://www.signal-intervention.de/der-runde-tisch

Presseerklärung zum Aktionstag 25.11.2021

Button 25.11.2021
Aktivitäten des Runden Tischs am 25.11.2021

Informationstische zur gesundheitlichen Versorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt in der eigenen Organisation oder Beteiligung an Informationstischen anderer Organisationen. Die Geschäftsstelle stellt Materialien zur Verfügung, die auch über den 25.11.2021 hinaus abgerufen und eingesetzt werden können. Zum Motto "Gewalt stoppen. Gesundheit stärken" stehen Plakat , Postkarte und Buttons zur Verfügung. Bestellung: rundertisch@signal-intervention.de

Social Media. Posting zum Anliegen des RTB und zum Aktionstag auf den Webseiten der Mitgliedsorganisationen, über Facebook, Instagramm und Co. Die Geschäftsstelle des RTB twittert unter https://twitter.com/GewaltStoppen

Online-Veranstaltung,  25.11.2021, 18.30-20.30 Uhr.  Vorstellung der Arbeit des Runden Tischs, Präsentation und Diskussion der Ergebnisse einer Umfrage unter Mitarbeitenden der Gesundheitsversorgung zu Erfahrungen im Umgang mit häuslicher Gewalt. Anmeldung online: https://t1p.de/ij97

Koffer Erste Hilfe
Gewalt stoppen. Gesundheit stärken

Jede 4. Frau erleidet mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt durch einen Partner, jede 7. Frau wird vergewaltigt. Über 60% der Betroffenen werden körperlich verletzt, manche schwer und mit bleibenden Folgen. Nach einer Vergewaltigung entwickelt etwa jede 2. Frau eine posttraumatische Belastungsstörung. Nur ein kleiner Teil der Frauen erhält schnelle und gezielte Unterstützung zur Bewältigung der Gewalterfahrung.

Mitarbeitende der Gesundheitsversorgung können helfen: Mögliche aktuelle und zurückliegende Gewalterfahrungen können sensibel, aktiv und regelhaft angesprochen, Befunde sorgfältig und in gerichtsverwertbarer Weise dokumentiert und es können Kontakte zu Beratungsstellen und anderen weitergehenden Hilfen hergestellt werden!

 

Personen Erklärfilm
Umgehen mit häuslicher und sexualisierter Gewalt

 

Grundlegende Hinweise für die Versorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt und für ein aktives Umgehen mit der Thematik:

Infomaterial

Informationsmaterialien für Patient*innen/zur Auslage in Ihrer Einrichtung
Viele Organisationen bieten Flyer, Notfallkarten und Plakate, die sich an Betroffene richten. Sie können an sicheren Orten in Ihrer Einrichtung (Toilette, Behandlungsraum) oder auch im Wartezimmer ausgelegt werden. Eine Auswahl mit Bezugsinformationen:

Bild Dokumentation

Arbeitsunterlagen für Fachpersonen in der Versorgung
S.I.G.N.A.L. e.V. und Mitglieder des Runden Tischs erarbeiten Materialien für die Versorgungspraxis. Darunter eine Liste mit Kontaktdaten zu zentralen Unterstützungseinrichtungen, Empfehlungen und Vordrucke zur gerichtsfesten Dokumentation von Verletzungen und zur Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt. Zudem arbeiten Berufsverbände an der Erstellung von Handlungsempfehlungen für die jeweilige Berufsgruppe.

Bild Beratung

Zentrale Unterstützungseinrichtungen Berlin