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S.I.G.N.A.L. e.V.
Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt

Rechtssicher Dokumentieren

Rechtssichere Dokumentation nach häuslicher Gewalt

Eine rechtssichere ärztliche Dokumentation von Verletzungen aufgrund häuslicher Gewalt kann entscheidende Bedeutung haben: Für die Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen, für ihre Entlastung im Gerichtsverfahren und für die strafrechtliche Verfolgung der Gewalttaten. Weitere Informationen zur Dokumentation Gewalt in Partnerschaften und ärztliche Dokumentation körperlicher Verletzungen (PDF)

Für das Erstellen einer rechtssicheren ärztlichen Dokumentation von Verletzungen stehen erprobte Materialien zur Verfügung. Der SIGNAL-Dokumentationsbogen bei häuslicher Gewalt wurde 2010 von der Fachgruppe "Rechtssichere Dokumentation bei häuslicher und sexualisierter Gewalt" des S.I.G.N.A.L. e.V. aktualisiert. Beteiligt waren Vertreter/-innen des Rechtsmedizinischen Instituts der Charitè Universitätsmedizin Berlin, von Polizei und LKA, Juristinnen, Ärztinnen, Pflegekräfte und Mitarbeiterinnen aus Unterstützungs- und Zufluchtseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen. Berücksichtigt wurden vorliegende Materialien zur ärztlichen Dokumentation, darunter insbesondere der Dokumentationsbogen von Prof. Grassberger und Kollegen (Wien, 2008). Das Institut für Rechtsmedizin, Charité Berlin, hat Empfehlungen zum Dokumentationsbogen erarbeitet.

Für Patientinnen und Patienten steht ein Informationsblatt zur Verfügung. Es zeigt die Bedeutung der rechtssicheren Dokumentation und verweist auf Berliner Einrichtungen, die eine Fortbildung des S.I.G.N.A.L. e.V. zur gerichtsfesten Dokumentation besucht haben und den Dokumentationsvordruck nutzen.

Arbeits- und Informationsmaterialien für die ärztliche Dokumentation:
Dokumentationsbogen mit Körperschema (PDF)
Empfehlungen zur Dokumentation Rechtsmedizin Charite (PDF)
Information zur rechtssicheren Dokumentation für Patientinnen
Literatur zur Dokumentation

Alle Unterlagen können auch in gedruckter Form bei der Koordinierungsstelle des S.I.G.N.A.L. e.V. angefordert werden: Kontakt
 

Rechtssichere Dokumentation und Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt

Vielfältige Informationen und Materialien zur ärztlichen Dokumentation und Spurensicherung nach sexueller Gewalt finden Sie auf der Homepage des Frauennotruf Frankfurt, Hessen: Homepage Frauennotruf Frankfurt
Die Hochschule Fulda hat die Einführung des Hessischen Dokumentationsbogens wissenschaftlich evaluiert.
Hochschule Fulda Projekt EID

In Berlin hat eine Arbeitsgruppe der Charité Universitätsmedizin einen Vordruck für die Dokumentation bei sexueller Gewalt entwickelt und ein KIT für die Spurensicherung zusammengestellt. Das KIT wurde vom LKA Berlin im Hinblick auf Anzahl und Qualität der gesicherten Spuren positiv evaluiert. Befundbericht, Arztbrief und Dokumentationsbogen zur Postexpositionsprophylaxe finden Sie auf der Homepage der Charité: Homepage Charite


Spurensicherung nach sexueller Gewalt ohne polizeiliche Anzeige

In vielen Bundesländern wird Betroffenen eine Spurensicherung nach sexueller Gewalt unabhängig davon angeboten, ob die Tat polizeilich angezeigt wurde. In diesen Fällen, werden Spuren gesammelt und diese werden anonymisiert gelagert. Terre des Femmes hat eine Übersicht erstellt in welchen Bundesländern ein solches Angebot besteht:
Übersicht Terre des Femmes

Informationen zur Spurensicherung ohne polizeiliche Anzeige bietet unter anderem das Projekt "Medizinische Soforthilfe" in Frankfurt a.M. Homepage Soforthilfe nach Vergewaltigung

 

Rechtssichere Dokumentation in der zahnärztlichen Versorgung
Materialien für die zahnärztliche Dokumentation von Verletzungen nach häuslicher Gewalt wurden zunächst in Hessen, zwischenzeitlich aber auch in anderen Bundesländern entwickelt. Mehrere Artikel zum Thema "häusliche Gewalt und zahnärztliche Versorgung" sind in ZM-Online erschienen.
Homepage ZM-Online

Die Bundeszahnärztekammer veröffentlicht Materialien für die zahnärztliche Dokumentation nach häuslicher Gewalt, die in Hessen entwickelt und von der Hochschule Fulda evaluiert wurden. Die Materialien können u.a. von der Homepage des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration heruntergeladen werden:
Homepage Sozialministerium Hessen